Der Eisvogel eignet sich hervorragend als Indikator für gesunde Gewässer. In stark industrialisierten, dicht bevölkerten Regionen ist er mittlerweile eine ausgesprochene Seltenheit.  

The kingfisher is an excellent indicator of healthy waters. In the heavily industrialized, densely populated regions, it is now an outspoken rarity.

EISVOGEL (Alcedo atthis)

Der Eisvogel (Alcedo atthis) wird durch das Wiener Naturschutzgesetz beziehungsweise durch die Verordnung zum Naturschutzgesetz als prioritär bedeutend und streng geschützte Art ausgewiesen. Der Lebensraum des Eisvogels ist im gesamten Stadtgebiet geschützt. Er besiedelt Wien ganzjährig. In Wien besiedelt der Eisvogel einerseits einige größere Bachläufe im Wienerwald, andererseits auch die Altarme der Lobau. Zumindest vorübergehend boten auch einige künstlich angelegte Steilwände auf der Donauinsel geeignete Nistmöglichkeiten für die Art. Im Rahmen einer Untersuchung ergibt sich für Wien ein Brutbestand von 3 bis 10 Brutpaaren. 

Bevorzugte Habitatausstattung:

  • klare bis wenig trübe Gewässer
  • Uferanrisse mit natürlicher Gewässerdynamik
  • reichhaltig strukturierte Ufervegetation mit Ufernahe liegendem Totholz (Ansitzwarten)

Schutzmaßnahmen

Bestehende Brutwände müssen erhalten und gepflegt werden. Zur Brutzeit sollten diese Brutwände und deren Umgebung nicht begangen werden.

KINGFISCHER (Alcedo atthis)

The kingfisher (Alcedo atthis) is designated by the Vienna Nature Conservation Act and the Ordinance on the Nature Conservation Act as a priority and strictly protected species. The kingfisher's habitat is protected throughout the city. He lives in Vienna all year round. In Vienna the kingfisher populates on the one hand some larger streams in the Vienna Woods, on the other hand also the oxbow lakes of the Lobau. At least temporarily, some artificially created steep walls on the Danube Island offered suitable nesting opportunities for the species. In the course of an investigation, a breeding population of 3 to 10 breeding pairs was found for Vienna.

Preferred habitat equipment:

  • clear to slightly cloudy waters
  • bank cracks with natural water dynamics
  • richly structured bank vegetation with dead wood lying close to the bank (raised hide)

Protective measures

Existing brood walls must be preserved and cared for. These brood walls and their surroundings should not be walked on during the breeding season.

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Der Eisvogel (Alcedo atthis) gehört zur Familie der Eisvögel (Alcedinidae) und zur Ordnung der Rackenvögel (Coraciiformes). Die meisten der 90 Eisvogelarten brüten in den Tropen der Alten Welt.
Kennzeichen
Der bunt schillernde Eisvogel ist unverwechselbar. Er ist etwas größer als ein Sperling, wirkt gedrungen, ist auffallend kurzschwänzig und besitzt einen geraden kräftigen Schnabel. Je nach Lichteinfall wirkt die Oberseite seines Gefieders kobaltblau bis türkisfarben, wodurch er mit der Farbe des Wassers verschmilzt und perfekt getarnt ist. Die Unterseite ist orangebraun und lässt ihn auf einem Baum sitzend unauffällig erscheinen. Seine weißen Halsseitenflecke sind auch aus größerer Distanz noch leicht zu erkennen. Am ehesten wird man auf ihn aber durch seinen durchdringenden, hohen Ruf aufmerksam, den er beim schnellen und gradliniegen Flug direkt über der Wasserfläche ausstößt.
Lautäußerungen
Neben dem durchdringenden, hohen und pfeifenden Ruf, besteht sein rhythmisch variabler Gesang aus verschiedenen weiteren Rufen. Dazu zählt ein kurzes tji als Lockruf, ein schärfer und gedehnter klingendes tjii bei Erregung und ein raues khrit-rit-rit.
Nahrung
Seine Beute bezieht der Eisvogel ausschließlich aus bzw. an Gewässern. Mit seinem großen dolchartigen Schnabel erbeutet er hauptsächlich kleine Süßwasserfische, indem er kopfüber und wie ein Pfeil die Wasseroberfläche durchstößt. Außerdem frisst er Insekten, kleine Frösche und Kaulquappen. Zeitweise erweitert er sein Nahrungsspektrum auch mit Molchen, kleine Krebsen und Mollusken.
Lebensraum
Der Eisvogel brütet an langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit reichem Angebot an Kleinfischen und Sitzwarten.
Fortpflanzung
Der Eisvogel baut seine Nisthöhle an Steilufern von Gewässern. Frühestens Anfang März legt das Weibchen 6 bis 7 weiß glänzenden Eier, aus denen nach 18 bis 21 Tagen die Jungen schlüpfen. Nach Hudern durch beide Elterntiere verlassen die Jungen nach weiteren 23 bis 27 Tagen endgültig das Nest. Zwei Jahresbruten sind beim Eisvogel üblich.
Verbreitung
Das Areal des Eisvogels reicht von West-Europa nach Osten bis Sachalin und Japan, nach Süden bis Indien, Taiwan und in Inselformen bis Melanesien, sowie im Norden bis zum 60. Breitengrad. Die Unterart Alcedo atthis ispida ist ohne echte Schwerpunkte über ganz Europa verbreitet. Die mitteleuropäische Verbreitung ist lückenhaft und reicht von der Tiefebene bis in Mittelgebirgslagen.
Bestand
Der europäische Gesamtbestand wird auf etwa 120.000 Brutpaare geschätzt; davon brüten immerhin 4.500 bis 7.000 in Deutschland. In weiten Teilen Europas ist schon seit längerem ein Rückgang festzustellen, so dass der Eisvogel mittlerweile in den Roten Listen Deutschlands, der Niederlande, Luxemburgs, der Schweiz, Tschechiens und Österreichs verzeichnet ist. Bei uns befindet er sich auf der sogenannten Vorwarnliste.
Gefährdung
Strenge Winter zählen zu den natürlichen Faktoren, die bei den Eisvögeln größere Bestandsschwankungen verursachen. Der Ausbau und Kanalisierungen von Fließgewässern, zunehmender Nährstoffeintrag (Eutrophierung) und Gewässerverschmutzungen wirken sich jedoch nachhaltiger auf sein Vorkommen aus. Wasserbauliche Maßnahmen haben in der Vergangenheit bereits in großem Umfang zum Verlust von natürlichen Steilufern geführt, auf die der Eisvogel zum Anlegen seiner Brutröhre angewiesen ist. Hier hat ein Umdenken eingesetzt, doch noch immer gehen Brutplätze durch Verbauung natürlicher Ufer verloren.
Vorschläge zum Schutz
Da das Brutplatzangebot der limitierende Faktor ist, sollte die Erhaltung der verbliebenen naturnahen Fließgewässer an erster Stelle stehen. Mit gezielten Verbesserungen im Zuge von Gewässer-Renaturierungen können Brutmöglichkeiten (künstliche Steilufer) und Sitzwarten geschaffen werden. Verbesserungen der Wasserqualität und eine artenreiche Fischfauna kommen dem seltenen Vogel ebenfalls zugute. Der Einsatz von Düngemitteln und Umweltchemikalien in Gewässernähe sollte unter anderem durch Bewirtschaftungsgrenzen entlang von Fließgewässern deutlich reduziert werden.

Quelle: NABU, der Eisvogel

The kingfisher (Alcedo atthis) belongs to the family of the kingfishers (Alcedinidae) and to the order of the rockfish (Coraciiformes). Most of the 90 species of kingfisher breed in the tropics of the Old World.

Mark

The colorful, shimmering kingfisher is unmistakable. It is slightly larger than a sparrow, looks stocky, is noticeably short-tailed and has a straight, powerful beak. Depending on the incidence of light, the top of its plumage looks cobalt blue to turquoise, which means that it merges with the color of the water and is perfectly camouflaged. The underside is orange-brown and makes it appear inconspicuous when sitting on a tree. Its white spots on the side of the neck are easy to see even from a great distance. The most likely to be noticed by its piercing, high reputation, which it emits during fast and straight flight directly over the water surface.

Utterances

In addition to the piercing, high and whistling call, his rhythmically variable singing consists of various other calls. This includes a short tji as a lure call, a sharper and more stretched sounding tjii when aroused and a rough khrit-rit-rit.

Food

The kingfisher draws its prey exclusively from or on bodies of water. With its large dagger-like beak, it mainly preyes on small freshwater fish by piercing the surface of the water upside down and like an arrow. It also eats insects, small frogs and tadpoles. From time to time it extends its food spectrum with newts, small crabs and mollusks.

Habitat

The kingfisher breeds in slowly flowing or stagnant waters with a rich supply of small fish and sitting waiters.

Reproduction

The kingfisher builds its nesting hole on steep banks of water. At the beginning of March at the earliest, the female lays 6 to 7 shiny white eggs, from which the young hatch after 18 to 21 days. After huddling by both parents, the young finally leave the nest after a further 23 to 27 days. Two annual broods are common for the kingfisher.

Distribution

The area of ​​the kingfisher extends from Western Europe to the east to Sakhalin and Japan, to the south to India, Taiwan and in island forms to Melanesia, and in the north to the 60th parallel. The subspecies Alcedo atthis ispida is widespread across Europe without any real focus. The Central European distribution is patchy and ranges from the lowlands to low mountain ranges.

Duration

The total European population is estimated at around 120,000 breeding pairs; 4,500 to 7,000 of them breed in Germany. In large parts of Europe, a decline has been noted for some time, so that the kingfisher is now on the red lists of Germany, the Netherlands, Luxembourg, Switzerland, the Czech Republic and Austria. With us it is on the so-called pre-warning list.

Danger

Severe winters are one of the natural factors that cause the kingfishers to fluctuate significantly. The expansion and canalization of rivers, increasing nutrient input (eutrophication) and water pollution have a more lasting effect on its occurrence. In the past, hydraulic engineering measures have already led to a large extent to the loss of natural steep banks on which the kingfisher relies to create its breeding tunnel. A rethink has started here, but breeding sites are still being lost due to the construction of natural banks.

Suggestions for protection

Since the available breeding grounds are the limiting factor, the preservation of the remaining near-natural running waters should come first. With targeted improvements in the course of water renaturation, breeding opportunities (artificial steep banks) and sitting areas can be created. Improvements in water quality and a species-rich fish fauna also benefit the rare bird. The use of fertilizers and environmental chemicals near water bodies should be significantly reduced, among other things through management boundaries along rivers.

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