Der Steinadler. Fotoreise nach Schweden

Reise zum Seeadler im Schneelandschaft

Erlebnisreise Steinadler

Mit hmnatuurfotografie.nl und Connylundstrum.com

Die Reise stand kurz bevor. Zusammen mit meinem Bruder, (www.hmnatuurfotografie.nl) der auch Naturfotograf ist fliegen wir wegen den Steinadler zum Fotografieren nach Schweden um ihm in einer schönen Winterlandschaft zu Fotogarfieren. Was war ich aufgeregt. Das erste Mal in der Winterzeit nach Skandinavien, und zwar Schweden mit der Aua.

Abflug von Wien nach Stockholm und weiter nach Skelleftea. Ein kleiner Flughafen im Norden von Schweden. Hier landen und steigen 4 Flieger pro Tag.

Verschneite Piste. Kalt und windig. Typisch Norden. Minus 7C. Also gar nicht so schlimm. Was würde mich da erwarten! Kälte, Schnee, Nebel, würde ich überhaupt Tiere sehen?

Unser Guide wartet schon am Flughafen. (Conny Lundstrum). Ein klasse Typ. Seit 1990 Wildlife Fotograf und seine Spezialität ist eben der Steinadler! In 1999 hat er der erste Preis bekommen für den Steinadler Foto des Jahres! Nach drei Stunden Fahren erreichen wir unser Ziel. Übernachtet wird im Haus vom Conny. Natürlich ein typisch schwedisches Haus.

Mein Ziel was ja der Steinadler im Schnee zu Fotografieren. Werde ich ihm überhaupt sehen? Würde ich ihm Fotografieren können?

 

Etwas allgemeines über Schweden.

Schweden, ein Land mit sanfte Hügeln, besteht zu 80 Prozent aus riesigen Wäldern, Bergen, Seen, Flüssen, Mooren und Wildnis.  Das Verhältnis zwischen der Größe der Natur und der Kleinheit des Menschen prägt noch heute die schwedische Seele. Der Zugang zu urwüchsiger Natur ist selbstverständliches Recht aller Schweden. Das Recht auf Gemeingebrauch, das in der Gesetzgebung verankert ist und jedem bei verantwortungs- und rücksichtsvollem Verhalten das Recht garantiert, sich überall in der Natur frei bewegen zu dürfen, ohne den Grundbesitzer um Erlaubnis zu bitten. Die Schätze der Natur machten Schweden zu einer reichen, fortschrittlichen Nation. Die Pflege der Natur ist im schwedischen Bewusstsein tief verwurzelt. Frische Luft, sauberes Wasser, gesunde Wälder, freie große Flächen und intakte, urwüchsige Natur, die für alle zugänglich sind. 

 


 

 

Am ersten Tag. Das heißt um 5:30 Aufstehen, und um spätestens 7 Uhr in der Fotohütte. Draußen ist noch alles Finster, Sonnenaufgang um 9:10 Uhr. Bis dahin heißt es: leise sein, Kameras herrichten, Einstellungen einstellen, und abwarten bis es Licht genug wird.

Als erstes kommt der Eichelhäher vor die Linse. Es weht draußen und es hat nur -7C.  (Da habe ich noch nicht gewusst das es in den nächsten Tagen noch kälter wird).

 

Der Elster. Da kam dann der nächste Besucher. Gott sei Dank wurde es endlich mal ein bisschen heller. Wir hatten inzwischen 11Uhr. Schneefall! Die Voraussichten waren Düster, drei Tage Schneefall. Aber ich war ja dafür nach Schweden gereist um Tiere im Schnee zu fotografieren, also was soll's! Bin schon neugierig ob er kommt, der Steinadler!

Der nordische Gimpel. Das ist wohl einen der schönsten Vögel im Norden. Der Unterschied zwischen der Europäische und nordische Gimpel ist zuerst mal die Stimme. Diese hört sich ganz anders an. Von Federnkleid merkt man kaum einen Unterschied.

 

Tag 2.

Wieder um 7 in der Hütte. Es ist wieder kalt und es schneit noch immer. -9C. und Wind. Das werden wieder schöne Bilder.

Und da schaut er dann kurz vorbei. Der Steinadler. Im Baum hat er sich niedergelassen, majestätisch sitzt er da! Was eine Pracht eines Vogels. Mächtig und lautlos war Sie. Ja, es war ein Sie. Größer und mächtiger als das Männchen. Mit einer Spannweite von bis zu 230cm und einem Gewicht von bis zu 6,7kg und eine Körperlänge von bis zu einem Meter echt beeindruckend!

Natürlich sind die Raben auch die ganze Zeit da gewesen. Als erstes merkt man und ihr Verhalten das der Steinadler in der Nähe ist. Auf einmal fliegen die Raben davon, und beobachten auf sicherem Abstand. Das machen die Raben nur wenn der Steinadler kommt, da haben’s Respekt. Bei einem Seeadler ist denen das egal, in Gegenteil, die Versuchens noch zu verjagen!

Es kamen folgende Vogelsorten über die ganze drei Tage immer mal wieder vorbei.

Weidenmeise, Buntspecht, Eichelhäher, Elster, Raben und der Grünfink. Einmal kurz der Haubenmeise gesehen.

 

Tag 3.

Das wird am letzten Tag sicher der beste Tag. Ich spüre das richtig. Wir haben minus 15C.!!

Und ich sollte Recht behalten. Da kam Sie wieder, der Steinadler. Und als Draufgabe der Seeadler und Fuchs. Mann, war ich froh.

Am letzten Tag auf der Rückreise zum Flughafen von Skelleftea, haben wir noch kurz Halt machen müssen, da habe ich zum Abschied noch einen Sperbereule entdeckt. Ein herrlicher Abluss von diese unvergessliche Reise.

Diese Reise vergiss ich mein ganzes Leben nicht. Danke Schweden und an meinem Bruder Harold.

 

 

Steinadler im Baum