Blauelster

Ein Paradies für Ornithologen und Naturfotografie

Der Kanaren Bluthänfling (Linaria c. mediterranea)

Tag 1

Reserva Natural do Estuário do Sado

Meine erste Übernachtung war nahe Grandola. Von hier aus startete ich am nächsten Tag in der Früh und machte mich auf in Richtung des Nationalparks, Reserva Natural do Estuário do Sado. Hier fuhr ich entlang der Halbinsel auf der N253-1. Hier hat man eine wunderbare Aussicht auf den Atlantik im Westen und im Osten auf das Innengewässer welches ein in 1980 unter Schutz gestelltes Feuchtgebiet ist mit Wanderwegen und großer Vogelvielfalt. Im Norden liegt Setubal, eine Hafenstatt. (Hierzu am letzten Reisetag mehr).

Hier hatte ich gleich das große Glück einen Iberienraubwürger zu entdecken. Diese Art ist im Vergleich zu denn nördlichen Raubwürger auf der Brust mehr rosa gefärbt.

Auch entdeckte ich, den bei uns heimische Art, das Schwarzkelchen (Saxicola rubicola).

Im weiteren Verlauf sah ich verschiedenste Wasser und Uferläufer wie, der Stelzenläufer, Grünschenkel, Rotschenkel etc. aber auch viele Störche und Mäusebussarde. Weiter unten sehen Sie hier einen Auszug der Bilder im Fotoalbum!

Störche. Hier sah ich unterwegs auf der IC1 in Richtung Castro Verde einen alten Steineichenbaum mit wirklich vielen Storchennestern die schon von verschiedensten Generation aufgebaut wurden, und viele Geschichten erzählen könnten.

Fast in Castro Verde angekommen entdeckte ich mitten auf eine Straße eine Schlange, die ich natürlich nicht überfahren wollte. Ich drehte um und stellte mein gemietetes Fahrzeug auf der Straße ab und half der Schlange von der Straße. Es stellte sich heraus das es sich um eine leicht giftige westliche Eidechsennatter handelte.


Weißstorch Baum

Tag 2

Von Castro Verde nach Castro Marim (Algarve)

Am zweiten Tag ging es von Castro Verde nach Castro Marim. Über die N123 kommt man im Parque Natural do Vale do Guadiana. Das Gebiet wurde 1995 ausgewiesen als Nationalpark und umfasst eine Fläche von ca. 70.000 ha. Schutzziel ist, die Landschaft des Guadianatals und die Historie der beiden Städte im Park zu schützen.Hier wurde ein neues EU Projekt gestartet, mit Ziel den Iberische Luchs wieder anzusiedeln. Hier habe ich Hirsche und das Rothuhn Fotografieren können . Von dort über die IC27 nach Castro Marim. Die genannte mittelalterliche Burg liegt etwa vier Kilometer nördlich von Vila Real de Santo António, gegenüber der spanischen Stadt Ayamonte. Das Castro bedeckt einen Hügel an einem Seitenarm des Guadiana, in den die Ribeira da Rio Seco mündet. Ursprünglich reichte, eine heute verlandete Meeresbucht bis an den Hügel der Stadt Castro Marim. Von oben auf der Burg hat man eine sehr schöne Aussicht in Richtung Atlantk und rüber nach Spanien, aber auch (was für mich natürlich von Interesse war) die Aussicht über, de Santo António Marsh Natural Reserve mit eine Fläche von 30 ha.  Hier hoffte ich meinen ersten Flamingo zu sehen, in seinem urspünglichen Habitat.

Im Parque Natural do Vale do Guadiana

Castro Marim and Vila Real de Santo António Marsh Natural Reserve

Der Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus)

Tag 3 und 4

Naturpark Ria Formosa

Die Küste der Algarve entlang zu fahren, bringt sicherlich außerhalb der Urlaubssaison mehr. Es ist viel ruhiger, wenige Urlauber verirren sich um diese Jahreszeit hierher. Für die Einheimischen ist es jetzt Winter, die laufen zum Teil mit Pullover und Winterjacken, während ich nur mit T-Shirt bekleidet bei 22C. herumlaufe um die vielen Naturparks zu besuchen. Am 3. Tag besuchte ich unter andrem Naturpark Ria Formosa. Der Parque Natural da Ria Formosa ist ein Naturpark um eine Lagune an der südportugiesischen Algarve. Die Lagune ist mit einer geschützten Fläche von 170 km² eines der größten lagunaren Schutzgebiete Europas. Hier zahlt man 2 Euro Eintritt und darf dann mit seinem Auto im Bewachten Parkplatz reinfahren. Man erhält auch einen Plan mit den Wanderwegen sowie die Aussichtsplattformen. Ganz interessant ist die Abwechslung in dem Gebiet, von Waldähnliche über Brackwasser und einen Süsswasser Teich. Eigentlich bin ich hierhergekommen, um das Purpurteichhuhn zu sehen, jedoch an diesem Tag lässt Sie sich nicht blicken.

Weiter geht es Richtung Sagres Fortress. Bekannt um seine Steilklippen und Surfparadiese. Ich kamm um die Basstölpel zu sehen, jedoch waren die Wahrscheinlich auf dem offenen Meer. Ich hatte jedoch das Glück ein paar andere für mich neue Arten zu Entdecken.

Tag 5

Entlang der N125,IC1 und IP8 über Castelo de Noudar nach Castro Verde

Am nächsten Tag fuhr ich wiederum richtung Castro Verde, da mein Ziel noch nicht erreicht wurde. Ich war noch immer auf der Suche nach dem Gleitaar. Diesmal fuhr ich jedoch eine andere Strecke. Im Hinterland der Algarve soll es viele Kuhreiher geben. Da ich schon fast alle Reiherarten von Europa habe fotografieren können, fehlte mir noch diese eine Art der jedoch nicht in Österreich vorkommt, oder eben sehr selten. Einmal hatte ich ein Exemplar am Neusiedlersee entdeckt, jedoch viel zu weit weg. Doch war dies ein bleibender Eindruck den ich unbedingt erleben wollte. Jetzt war die Möglichkeit gegeben und weiter nach Castro Verde auf der Suche nach dem Gleitaar. Auch eine Art den es in Österreich nicht gibt. 

Im Hinterland der Algarve fuhr ich entlang der N125 und da hatte ich das Glück viele Kuhreiher zu sehen sowie einen jagenden Mäusebussard.

Der Kuhreiher (Bubulcus ibis)

Über Castelo de Noudar

Auf der Suche nach der Geier

Ich habe inzwischen die Algarve hinter mir gelassen und bin auf die Idee gekommen einen "Abstecher" nach Castelo de Noudar zu riskieren. Eine Strecke von fast 200km mit ungewissen Ausgang, da es sich hier nicht um eine in Googlemaps ausgewiesene Nationalpark handelt. Hatte jedoch am Vortag ein Email an die Rezeption des Parkes geschickt, da die Führungen im Park anbieten.

Leider jedoch keine Antwort bekommen . Als ich dann schließlich angekommen bin um  ca. 12 Uhr, teilt eine Freundliche Dame mit das es leider keinen Veranstaltungen gibt da es Jagd Saison ist, und es wäre zu gefährlich. Somit wieder umdrehen und nach Castro Verde. Jedoch hatte ich das riesen Glück an die ca. 10 kreisenden Geiern zu sehen und fotografierte darauf los. 

Bei Castro Verde angekommen entdeckte ich dann mein lang ersehnte Gleitaar. Nach 1,5 Stunden warten kamm eine zweite hinzu. Es handelte sich um ein Pärchen. 

Der Gänsegeier (Gyps fulvus)

Ein paar Bilder

unterwegs erwischt

Der Gleitaar

Tag 6

Der letzte Tag dieser wunderbaren Reise

Von Castro Verde ist mein nächstes Ziel Richtung Lissabon. Ich verbleibe den letzten Tag an der Parque Natural da Arrábida knapp neben Setubal.  

Dieser Park umfasst eine Fläche von 10.800 ha. und liegt zwischen Sesimbra und Setubal. Ich besuchte jedoch einen anderen Park nahe der kleinen Ortschaft San Sebastiao. Hier gibt es Salzgewinnung. In diesen0 Salzbecken befinden sich Wasserläufer und Flamingos. Aber ich war auf der Suche nach dem Waldrapp. Die Change ist jedoch sehr klein diesen zu sehen, da er doch sehr selten ist. Leider spielte das Wetter an diesen Tag nicht mit, es gab eine kräftige Briese und es Regenete. 

Meine Tour